8. Juli 20265 Min. Lesezeit

KI im Gesundheitswesen: Das eigentliche Risiko ist die Schattennutzung

Die Frage ist nicht mehr, ob KI im Gesundheitswesen genutzt wird, sondern wo. Wenn Mitarbeitende auf öffentliche Tools ausweichen, entsteht Schattennutzung — und damit unkontrollierbare Risiken für Datenschutz und Berufsgeheimnis.

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KI im Gesundheitswesen: Das eigentliche Risiko ist die Schattennutzung

Künstliche Intelligenz ist im Arbeitsalltag angekommen. Auch in Spitälern, Kliniken, Praxen und anderen Gesundheitsorganisationen ist der Nutzen offensichtlich: Texte lassen sich schneller zusammenfassen, interne Schreiben vorbereiten, Informationen strukturieren, medizinisch-administrative Sprache vereinfachen oder Checklisten erstellen.

Die eigentliche Frage ist deshalb nicht mehr, ob KI im Gesundheitswesen genutzt wird. Die wichtigere Frage lautet: Wo und unter welchen Bedingungen wird sie genutzt?

Wenn Mitarbeitende mangels geeigneter Alternative auf öffentliche KI-Tools ausweichen, entsteht eine Schattennutzung, die für Gesundheitsorganisationen schwer kontrollierbar ist. Vertrauliche medizinische Inhalte, interne Dokumente, Patienteninformationen, Versicherungsanfragen oder Qualitätsunterlagen gehören nicht in unklare Datenflüsse. Gerade im Gesundheitswesen reichen gute Antworten nicht aus. Es braucht eine Umgebung, in der KI produktiv genutzt werden kann, ohne Datenschutz, Berufsgeheimnis und organisatorische Verantwortung zu vernachlässigen.

Das Problem ist nicht KI, sondern unkontrollierte KI-Nutzung

Viele Mitarbeitende erkennen sofort, wo generative KI im Alltag helfen kann. Ein langer Bericht soll zusammengefasst werden. Eine interne E-Mail muss sachlich formuliert werden. Ein Dokument soll in eine Checkliste überführt werden. Ein komplexer Text soll verständlicher werden. Für solche Aufgaben ist KI praktisch.

Wenn dafür aber öffentliche KI-Dienste verwendet werden, bleiben zentrale Fragen oft offen: Wo werden Eingaben verarbeitet? Welche Daten werden gespeichert? Wer kann auf Inhalte zugreifen? Werden Eingaben für Modellverbesserungen verwendet? Welche Subunternehmer sind beteiligt? Gibt es einen Auftragsdatenbearbeitungsvertrag? Sind technische und organisatorische Massnahmen dokumentiert?

Für Gesundheitsorganisationen sind das keine Detailfragen. Sie betreffen Datenschutz, Berufsgeheimnis, interne Governance und das Vertrauen von Patienten, Mitarbeitenden und Partnern.

Ein bloßes Verbot öffentlicher KI-Tools löst das Problem meist nicht dauerhaft. Wenn der praktische Nutzen gross ist, suchen Mitarbeitende Umwege. Sinnvoller ist ein kontrollierter Zugang: KI-Nutzung wird ermöglicht, aber in einem dafür vorgesehenen, rechtlich und organisatorisch abgesicherten Rahmen.

Genau hier setzt SecureChat von DeepMed an: als vertrauliche KI-Assistenz für Gesundheitsorganisationen in der Schweiz.

Was ist SecureChat?

SecureChat ist eine KI-Assistenz für vertrauliche Text- und Dokumentenarbeit im Gesundheitswesen. Die Lösung unterstützt Spitäler, Kliniken, Praxen und weitere Gesundheitsorganisationen bei Aufgaben, bei denen generative KI nützlich ist, ohne medizinische Entscheidungen zu automatisieren.

Typische Anwendungen sind Zusammenfassungen, interne Entwürfe, sprachliche Überarbeitungen, Strukturierungen, Checklisten, Tabellen, Vorlagen und organisationsspezifische Assistenten für wiederkehrende administrative Aufgaben.

SecureChat ist als kontrollierter KI-Arbeitsraum für Organisationen konzipiert, die ihren Mitarbeitenden den Nutzen generativer KI zugänglich machen möchten, ohne auf öffentliche Tools auszuweichen.

Was SecureChat leisten kann

Im Alltag unterstützt SecureChat überall dort, wo vertrauliche Texte, Dokumente und Informationen bearbeitet werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Zusammenfassungen von Dokumenten, Protokollen, Berichten oder internen Unterlagen
  • Entwürfe für E-Mails, Schreiben, Vorlagen oder organisatorische Informationen
  • sprachliche Vereinfachung medizinisch-administrativer Texte
  • Strukturierung von Informationen in Listen, Tabellen oder Checklisten
  • Vorbereitung von Unterlagen für Qualitätsmanagement, Administration oder interne klinische Abläufe
  • Unterstützung durch organisationsspezifische KI-Assistenten für wiederkehrende Aufgaben

Der Nutzen liegt darin, Routinearbeit zu reduzieren, Texte schneller bearbeitbar zu machen und Informationen geordneter aufzubereiten.

Klare Grenze: keine Diagnose, keine Therapie, keine Triage

SecureChat ist kein System für Diagnose, Therapie, Triage, Prognose oder medizinische Entscheidungsfindung. Die Lösung soll keine ärztliche Beurteilung ersetzen und keine Behandlungsempfehlung automatisiert erzeugen.

Sie unterstützt bei Textarbeit, Strukturierung, Zusammenfassung und Vorbereitung von Inhalten. Ergebnisse müssen durch zuständige Fachpersonen geprüft, korrigiert und freigegeben werden. Die fachliche und medizinische Verantwortung bleibt beim Menschen.

Diese Abgrenzung ist wichtig, da KI im Gesundheitswesen nicht unbemerkt von einer Arbeitshilfe zu einem Entscheidungssystem werden darf. Deshalb muss klar sein, wofür eine Lösung eingesetzt wird und wofür nicht.

Datenschutz und Vertraulichkeit als Grundlage

SecureChat wurde für vertrauliche Arbeitskontexte entwickelt. Kundendaten werden nicht für das Training von KI-Modellen verwendet. Für Organisationen im Gesundheitswesen ist das ein zentraler Punkt, weil vertrauliche Inhalte nicht Teil fremder Trainingsprozesse werden dürfen.

Darüber hinaus braucht eine professionelle KI-Lösung mehr als ein Versprechen. Für den Einsatz in Gesundheitsorganisationen stellt DeepMed die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen bereit, die für eine kontrollierte Nutzung erforderlich sind. Dazu gehören insbesondere ein Auftragsdatenbearbeitungsvertrag, dokumentierte technische und organisatorische Massnahmen (TOM) sowie eine Subunternehmerliste.

Damit können Gesundheitsorganisationen nicht nur intern erklären, dass sie KI nutzen. Sie können auch gegenüber externen Stellen nachvollziehbar darlegen, unter welchen Bedingungen sie KI nutzen, welche Rollen bestehen, welche Datenverarbeitung vorgesehen ist und welche Dienstleister beteiligt sind.

Warum eine sichere Alternative zu öffentlichen KI-Tools nötig ist

Öffentliche KI-Tools sind einfach zugänglich. Genau darin liegt ihre Stärke, aber auch ihr Risiko. In einem privaten Kontext mag es genügen, schnell eine Antwort zu erhalten. In einer Klinik, Praxis oder Gesundheitsorganisation muss mehr geklärt sein.

Wer mit vertraulichen Dokumenten arbeitet, braucht kontrollierte Datenflüsse. Wer Mitarbeitende KI nutzen lässt, braucht klare Regeln. Wer sensible Inhalte verarbeitet, braucht Verträge, TOM, Subunternehmertransparenz und eine saubere Abgrenzung der zulässigen Nutzung.

SecureChat bietet dafür einen pragmatischen Weg. Organisationen müssen KI nicht pauschal verbieten und Mitarbeitende nicht auf unsichere Umwege verweisen. Stattdessen erhalten sie einen geschützten Arbeitsraum für genau jene Aufgaben, bei denen generative KI im Alltag sinnvoll helfen kann.

Mehr als Chat: der Einstieg in kontrollierte KI-Workflows

SecureChat ist bewusst niedrigschwellig. Mitarbeitende sollen KI ohne lange Einführung für alltägliche Text- und Dokumentenaufgaben nutzen können. Gleichzeitig ist SecureChat Teil einer grösseren DeepMed-Logik.

DeepMed entwickelt den ReportWriter als KI-Lösung für regulierte Fachprozesse: mit strukturierten Eingaben, kontrollierten Vorlagen, organisationsspezifischen Assistenten, nachvollziehbaren Bearbeitungsschritten und klarer Trennung zwischen KI-Unterstützung und fachlicher Verantwortung.

SecureChat kann als Einstieg dienen. Für wiederkehrende Prozesse können daraus spezifische Assistenten, Berichtsvorlagen, strukturierte Eingabemasken oder Fachworkflows entstehen. Dort, wo ein einfacher Chat nicht mehr ausreicht, lassen sich mit dem ReportWriter Prozesse gezielter führen, prüfen und dokumentieren.

Für wen SecureChat geeignet ist

SecureChat richtet sich an Gesundheitsorganisationen, die generative KI produktiv nutzen möchten, ohne Datenschutz und Vertraulichkeit zu vernachlässigen. Dazu gehören Spitäler, Kliniken, Praxen, medizinische Versorgungszentren, therapeutische Einrichtungen, administrative Abteilungen, Qualitätsmanagement, Forschungsteams und weitere Organisationen mit vertraulichen Gesundheitsdaten oder sensiblen internen Dokumenten.

Besonders sinnvoll ist SecureChat dort, wo bereits informelle KI-Nutzung stattfindet oder absehbar ist. In solchen Situationen schafft eine kontrollierte Lösung Klarheit: Mitarbeitende erhalten ein geeignetes Werkzeug, während die Organisation Governance, Datenschutz und Zweckgrenzen besser steuern kann.

Fazit

Generative KI wird im Gesundheitswesen weiter an Bedeutung gewinnen. Die entscheidende Frage ist nicht, ob sie genutzt wird, sondern ob sie kontrolliert genutzt wird.

SecureChat von DeepMed bietet Gesundheitsorganisationen eine vertrauliche KI-Assistenz für Texte, Dokumente und administrative Routineaufgaben. Die Lösung schafft eine sichere Alternative zu öffentlichen KI-Tools, stellt wichtige vertragliche und organisatorische Grundlagen bereit und grenzt klar ab, wofür KI eingesetzt wird: zur Unterstützung, nicht zur medizinischen Entscheidungsfindung.

Für Spitäler, Kliniken und Praxen ist das ein pragmatischer Weg, KI im Alltag nutzbar zu machen, ohne Datenschutz, Berufsgeheimnis und fachliche Verantwortung aus den Augen zu verlieren.

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